Olivenöl ohne Mineralöl: worauf Verbraucher wirklich achten sollten

olivenöl ohne mineralöl

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Das Vorhandensein von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl, insbesondere von sogenannten MOSH und MOAH, ist zu einem kritischen Thema in der heutigen Olivenöl Industrie geworden. Immer mehr Verbraucher suchen bewusst nach Olivenöl ohne Mineralöl, um gesundheitliche Risiken zu minimieren. Und obwohl die Besorgnis der Verbraucher in den letzten Jahren zugenommen hat, ist die Realität, dass extra native Olivenöle, die nach strengen Standards hergestellt werden, nur sehr geringe Mengen dieser Verbindungen enthalten.

Die derzeitige Kontrolle der Kohlenwasserstoffe in Olivenöl kombiniert jedoch die neuesten analytischen Fortschritte, gute landwirtschaftliche und herstellung technische Praktiken sowie eine strikte Einhaltung der Vorschriften mit dem Ziel, die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, und sicherzustellen, dass Verbraucher echtes Olivenöl ohne Mineralöl erhalten, ohne die Qualität des Produkts zu beeinträchtigen.

Im Folgenden gehen wir von Aceites de las Heras näher auf das Vorkommen von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl ein. Wir zeigen, wie Verbraucher Olivenöl ohne Mineralöl erkennen können und welche Qualitätsmerkmale entscheidend sind.

Olivenölhersteller

Was sind Kohlenwasserstoffe in Olivenöl?

Im Allgemeinen gehören die in Lebensmitteln nachgewiesenen Kohlenwasserstoffe zur Gruppe der MOH (Mineral Oil Hydrocarbons), Verbindungen, die hauptsächlich aus Erdöl gewonnen werden, aber auch synthetisch hergestellt werden oder auf natürliche Weise in bestimmten Organismen entstehen können. Die Kenntnis darüber hilft Verbrauchern, bewusst Olivenöl ohne Mineralöl auszuwählen.

Im Einzelnen lassen sich die Kohlenwasserstoffe in Olivenöl in zwei große Kategorien einteilen:

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MOSH (Mineral Oil Saturated Hydrocarbons)

MOSH sind gesättigte Kohlenwasserstoffe mineralischen Ursprungs, die aus linearen oder verzweigten aliphatischen Ketten bestehen, die in der Regel zwischen C10 und C54 liegen. 

Im Gegensatz zu MOAH enthalten sie keine aromatischen Strukturen in ihrer chemischen Konfiguration, was ein anderes toxikologisches Profil bedeutet. Verschiedene Studien haben jedoch gezeigt, dass sich diese Verbindungen nach längerer Exposition in bestimmten Geweben des Körpers, insbesondere in der Leber, der Milz und den Lymphknoten, bioakkumulierend können, was zu wissenschaftlichem und regulatorischem Interesse hinsichtlich ihrer Kontrolle in Lebensmitteln wie Olivenöl geführt hat. Dies erklärt, warum die Wahl von zertifiziertem Olivenöl ohne Mineralöl für gesundheitsbewusste Verbraucher entscheidend ist.

MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons)

MOAH hingegen sind Kohlenwasserstoffe aus Mineralölen, die einen oder mehrere aromatische Ringe in ihrer Molekülstruktur enthalten, was ihre größere toxikologische Relevanz bestimmt. 

Einige der in dieser Fraktion enthaltenen Verbindungen weisen ein karzinogenes und mutagenes Potenzial auf, was zu einer strengeren Überwachung durch die Gesundheitsbehörden geführt hat. Nur durch den Kauf von Olivenöl ohne Mineralöl kann dieses Risiko für Verbraucher effektiv minimiert werden.

Genau dieser strukturelle Unterschied zu MOSH ist entscheidend: Während letztere gesättigte Kohlenwasserstoffe ohne aromatische Ringe sind, weisen MOAH aromatische Konfigurationen auf, die denen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) ähneln, die seit jeher mit Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht werden. Aus diesem Grund gelten MOAH als die Gruppe, die bei der Analyse von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl die größte Besorgnis hervorruft.

Toxizität und Risikobewertung von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl 

Die Toxizität und Risikobewertung von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl wurde hauptsächlich von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) analysiert, einer Einrichtung, die wissenschaftliche Gutachten zum Vorkommen von MOSH und MOAH in Lebensmitteln erstellt hat. 

Ihre technischen Schlussfolgerungen weisen darauf hin, dass MOSH nach längerer Exposition in bestimmten Geweben des Körpers bioakkumulieren können, während MOAH, die polyzyklische aromatische Strukturen enthalten, ein genotoxisches und karzinogenes Potenzial aufweisen, das größere gesundheitliche Bedenken hervorruft. 

Angesichts dieser Situation wendet die EFSA das ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable) an, das bedeutet, dass die Konzentrationen dieser Stoffe so niedrig wie technisch möglich gehalten werden müssen. 

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die verfügbaren toxikologischen Erkenntnisse noch erhebliche Unsicherheiten aufweisen, was zum großen Teil auf die analytische Komplexität zurückzuführen ist, die mit der genauen Bestimmung dieser Fraktionen in Fettmatrizen wie Olivenöl verbunden ist, wo die natürliche Interferenz eigener Verbindungen eine genaue Quantifizierung erschwert.

Quellen der Kohlenwasserstoff Verunreinigung in Olivenöl

Die Kohlenwasserstoff Verunreinigung in Olivenöl kann in endogene (natürliche) und exogene (äußere) Verunreinigungen unterteilt werden.

Endogene Kohlenwasserstoff Verunreinigungen in Olivenöl 

Diese Art der Verunreinigung entsteht dadurch, dass einige Oliven Spuren von Kohlenwasserstoffen enthalten können, die auf natürliche Weise vom Baum oder von Mikroorganismen in der Kultur produziert werden. Obwohl diese Spuren in der Regel minimal sind, können sie während Prozessen wie der zweiten Zentrifugation oder der Trester Gewinnung zunehmen.

Exogene Kohlenwasserstoff Verunreinigungen in Olivenöl 

Externe Faktoren stellen die größte Risikoquelle für das Vorhandensein von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl dar und treten in verschiedenen Phasen der Produktion auf:

  • Verpackungsmaterialien: Recycelter Karton, Druckfarben und Klebstoffe können MOSH und MOAH auf das Öl übertragen.
  • Industrielle Schmierstoffe: Die Maschinen in der Ölmühle verwenden Öle, die, wenn sie nicht für Lebensmittel geeignet sind, das Produkt verunreinigen können.
  • Landwirtschaftliche Umgebung: Rückstände von Kraftstoffen, Pestiziden und anderen Kohlenwasserstoffen in der Umwelt können sich auf den Oliven ablagern.
  • Lebensmittelbetrug: Vereinzelte Fälle der Zugabe von Mineralölen zur Verfälschung von Produkten minderer Qualität.

In jedem Fall erfordert der Nachweis dieser Kontaminanten präzise Laboranalysen wie Gaschromatographie (GC-FID) oder Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC), mit denen MOSH und MOAH selbst in Spuren Mengen identifiziert und quantifiziert werden können.

Regulatorische Situation von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl in der Europäischen Union

Derzeit gibt es keine vollständig harmonisierte Verordnung mit endgültigen Höchstwerten für Kohlenwasserstoffe in allen Lebensmitteln. Allerdings:

  • Die Empfehlung (EU) 2017/84 hat die Überwachung von Lebensmitteln vorangetrieben.
  • Deutschland hat strenge Grenzwerte für recycelte Materialien vorgeschlagen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.
  • Es wurden Vorschläge für schrittweise Grenzwerte für 2026–2030 vorgelegt.

Darüber hinaus legen die diskutierten technischen Vorschläge klare Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe in Olivenöl fest: 2 mg/kg MOAH und 15 mg/kg MOSH, während für Tresteröle ab 2030 noch strengere Beschränkungen vorgesehen sind. 

Diese regulatorische Herausforderung zielt darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen Lebensmittelsicherheit, technologischer Machbarkeit der Produktion und den verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen herzustellen und den Verbraucherschutz zu gewährleisten, ohne die Produktqualität zu beeinträchtigen.

Wie wir bei Aceites de las Heras den Gehalt an Kohlenwasserstoffen im Olivenöl kontrollieren

Bei Aceites de las Heras verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, um die Reinheit des Öls zu gewährleisten:

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1. Auswahl der Rohstoffe

Wir kontrollieren streng, dass die Oliven aus schadstofffreien Kulturen stammen, und wenden nachhaltige Anbaumethoden an, um die Belastung durch Kohlenwasserstoffe zu reduzieren.

2. Wartung von Maschinen und Anlagen

Wir verwenden für den Kontakt mit Lebensmitteln zertifizierte Schmierstoffe, führen vorbeugende Wartungsarbeiten durch und überwachen kontinuierlich, um unbeabsichtigte Leckagen zu vermeiden, durch die MOSH oder MOAH in das Öl gelangen könnten.

3. Verwendung sicherer Verpackungen

Die Verpackung erfolgt ausschließlich mit für den Lebensmittelkontakt zertifizierten Materialien, wobei Tinten, Klebstoffe oder recycelte Kartons, die Kohlenwasserstoffe übertragen können, vermieden werden.

4. Gute Herstellungspraxis (GMP)

Es gelten strenge Reinigungs- und Kontrollprotokolle für die Produktionskette, um das Risiko einer Kreuzkontamination zu minimieren und die Unversehrtheit des Produkts zu gewährleisten.

5. Analytische Überwachung

Wir führen regelmäßige Analysen in akkreditierten Labors durch und befolgen dabei standardisierte Methoden wie ISO 16955 und deren Überarbeitung ISO 20122 mit Quantifizierungsgrenzen, die an die europäischen Vorschriften und das ALARA-Prinzip angepasst sind.

6. Einhaltung der Vorschriften

Wir greifen der 2026 in Kraft tretenden EU-Verordnung mit Grenzwerten von 15 mg/kg für MOSH und 2 mg/kg für MOAH in Olivenölen vor und führen interne Kontrollen durch, die über die geforderten Standards hinausgehen.

Sollte sich der Verbraucher über das Vorhandensein von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl Sorgen machen?

Aus technischer Sicht sollten Verbraucher sich nicht über das Vorhandensein von Kohlenwasserstoffen in Olivenöl beunruhigen, da korrekt hergestellte native Olivenöle extra nur sehr geringe Mengen davon enthalten. 

Darüber hinaus minimiert die Kombination aus guten landwirtschaftlichen und Herstellungsverfahren, strengen analytischen Kontrollen, ständigen Audits und der Einhaltung der Vorschriften jegliches Risiko erheblich. Daher ist es von grundlegender Bedeutung, transparente und zertifizierte Hersteller zu wählen, die sich der Lebensmittelsicherheit verpflichtet fühlen.

Olivenöl ohne Mineralöl: worauf Verbraucher wirklich achten sollten

Letztendlich achten Verbraucher beim Kauf von hochwertigem Olivenöl zunehmend darauf, Olivenöl ohne Mineralöl zu wählen. Dabei ist nicht nur die Herkunft der Oliven entscheidend, sondern auch die Herstellungs- und Abfüllprozesse. Zertifizierte Produkte mit klaren Laboranalysen garantieren, dass sie keine MOSH- und MOAH-Kohlenwasserstoffe enthalten. Verbraucher sollten auf Siegel und Prüfzertifikate achten, die bestätigen, dass das Öl strengen Kontrollen unterzogen wurde. So können sie sicher sein, dass sie ein reines und gesundes Olivenöl ohne Mineralöle genießen, das den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht.

Bei Aceites de las Heras bedeutet das Streben nach Exzellenz nicht nur sensorische und ernährungsphysiologische Qualität, sondern auch die strikte Einhaltung der strengsten Kriterien in Bezug auf Schadstoffe.


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